Carl von Linné lebte von 1707 bis 1778. Der Sohn eines schwedischen Pfarrers, wurde zu einem der bedeutendsten Ärzte, Botaniker und Naturforscher seiner Zeit. Er war Gründer und Präsident der Schwedischen Akademie.
Man sagte einst über ihn: "Gott hat die Welt geschaffen, Linné hat sie geordnet". Denn in seinem Hauptwerk, dem "System der Natur" ordnete er die bekannten und in aller Welt neu entdeckten Pflanzen in Gattungen, vereinigte diese in Ordnungen und Klassen. Bis dahin gab es Pflanzen mit Namen bis zu zwanzig Wörtern. Bei ihm erhielt jede zwei Namen, die binäre Nomenklatur: den Gattungsnamen – eine Art Familiennamen - und den Artnamen – der dem Vornamen vergleichbar ist, zum Beispiel "Artemisia vulgaris" (Beifuß) oder "Artemisia absinthum" (Wermut). So wurde er zum "Taufpate der Pflanzen" und seitdem gibt es diese weltweit gültige Bezeichnung.

Sein scheinbar weniger nützliches und doch schöneres Geschenk an uns ist die "Blumenuhr". Er hatte an Wiesenblumen festgestellt, dass sich ihre Blüten zu ganz bestimmten Tageszeiten öffnen und schließen. Diese Beobachtung setzte er erstmals 1745 als Blumenbeet im Botanischen Garten Uppsala um. Er wusste: "In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder."

Vielleicht haben Sie Lust "Floras Uhr" in Ihrem Garten umzusetzen oder ihr einfach bei einem Spaziergang zuzuschauen.

 

"...Wir lassen alle Uhren zerschlagen,
alle Kalender verbieten
und zählen Stunden und Monde nur nach der Blumenuhr,
nur nach Blüte und Frucht."

Georg Büchner
„Leonce und Lena“

 

Bildquelle: http://umweltundenergie.blueblog.ch/files/images/2009/12/mob119_1261144957.jpg